
WC
Maße, Ergonomie & Sicherheit
Das WC ist einer der sensibelsten Bereiche im Bad. Hier entscheidet sich, ob Dein Kunde selbstständig bleibt.
Wichtige Vorgaben:
- Sitzhöhe: 46–48 cm
- Rückenstütze: ca. 55 cm hinter Vorderkante WC
- Bedienung: Spülung muss im Sitzen erreichbar sein
- Toilettenpapierhalter: ohne Positionswechsel nutzbar
Stützklappgriffe (wichtig für Planung!)
- auf beiden Seiten montiert
- 65–70 cm Abstand zwischen den Griffen
- 28 cm über Sitzhöhe
- ragen 15 cm über WC-Vorderkante hinaus
Wichtig: Die Wand muss diese Lasten aufnehmen können, also muss man dies frühzeitig einplanen!

Waschtisch
Unterfahrbar & erreichbar
Ein Waschtisch muss so geplant sein, dass er auch im Sitzen funktioniert.
Typische DIN-Vorgaben:
- Oberkante max. 80 cm
- Unterfahrbarkeit: mind. 55 cm Tiefe
- Beinfreiraum: mind. 90 cm breit
- Armatur: max. 40 cm vom vorderen Rand entfernt
Zusätzlich:
- Spiegel sollte auch im Sitzen nutzbar sein (ca. 100 cm Höhe)
Hier passieren viele Planungsfehler, vor allem durch zu tiefe Unterschränke.

Dusche
Sicher, zugänglich, nachrüstbar
Die Dusche muss nicht nur groß genug sein, sondern auch funktional vorbereitet.
Wichtige Punkte:
- Bodengleich (max. 2 cm Schwelle, besser 0 cm)
- Übergänge möglichst geneigt statt kantig
- Rutschhemmung: mind. Bewertungsgruppe B
- Vorbereitung für:
- Duschsitz (Sitzhöhe 46–48 cm)
- Stützgriffe (28 cm über Sitzhöhe)
Armaturen:
- aus Sitzposition erreichbar (ca. 85 cm Höhe)
- Einhebelmischer empfohlen
Gute Planung heißt: Nutzung im Stehen UND Sitzen ermöglichen.

Bewegungsflächen
Das verbindende Element
Alle Elemente im Bad funktionieren nur mit ausreichend Platz.
Grundprinzip:
- Bewegungsflächen müssen erreichbar und nutzbar sein
- sie dürfen sich überlappen
- keine festen Hindernisse einplanen
Richtwerte:
- Standard barrierefrei: 120 × 120 cm
- Rollstuhlgerecht: 150 × 150 cm
In kleinen Bädern ist das oft die größte Herausforderung.
FAQ: Normen im altersgerechtem Bad
1. Welche DIN gilt für barrierefreie Bäder?
1. Welche DIN gilt für barrierefreie Bäder?
Für barrierefreie Bäder ist die DIN 18040 maßgeblich,
insbesondere Teil 2 für Wohnungen. Diese Norm regelt alle wichtigen
Anforderungen wie Bewegungsflächen, Höhen, Erreichbarkeit und
Sicherheitsaspekte. Wenn du ein Bad planst, solltest du diese Vorgaben kennen,
auch wenn du nicht immer vollständig danach umsetzt, um flexibel auf
Kundenwünsche reagieren zu können.
2. Wie groß müssen Bewegungsflächen im barrierefreien Bad sein?
2. Wie groß müssen Bewegungsflächen im barrierefreien Bad sein?
Die DIN 18040 schreibt für ein barrierefreies Bad
Bewegungsflächen von mindestens 120 × 120 cm vor. Für rollstuhlgerechte Bäder
sind sogar 150 × 150 cm erforderlich. Wichtig ist, dass sich diese Flächen
überlappen dürfen und keine festen Hindernisse eingeplant werden, damit eine
flexible Nutzung gewährleistet bleibt.
3. Welche Höhe sollte ein WC im altersgerechten Bad haben?
3. Welche Höhe sollte ein WC im altersgerechten Bad haben?
Die empfohlene Sitzhöhe für ein altersgerechtes oder
barrierefreies WC liegt bei etwa 46 bis 48 cm. Diese Höhe erleichtert das
Hinsetzen und Aufstehen deutlich. Zusätzlich solltest du darauf achten, dass
die Spülung im Sitzen erreichbar ist und ausreichend Platz für Stützgriffe
vorhanden ist.
4. Welche Maße gelten für Stützklappgriffe am WC?
4. Welche Maße gelten für Stützklappgriffe am WC?
Stützklappgriffe müssen auf beiden Seiten des WCs angebracht
werden und einen Abstand von etwa 65 bis 70 cm zueinander haben. Sie sollten
rund 28 cm über der Sitzhöhe liegen und etwa 15 cm über die Vorderkante des WCs
hinausragen. Wichtig ist, dass die Wand entsprechend verstärkt wird, um die
Belastung sicher aufzunehmen.
5. Welche Anforderungen gelten für einen unterfahrbaren Waschtisch?
5. Welche Anforderungen gelten für einen unterfahrbaren Waschtisch?
Ein Waschtisch sollte maximal 80 cm hoch sein und eine
Unterfahrbarkeit von mindestens 55 cm Tiefe bieten. Der Beinfreiraum sollte
etwa 90 cm breit sein. Zudem muss die Armatur gut erreichbar sein, idealerweise
nicht weiter als 40 cm vom vorderen Rand entfernt, damit die Nutzung auch im
Sitzen problemlos möglich ist.
6. Wie muss eine barrierefreie Dusche laut DIN aussehen?
6. Wie muss eine barrierefreie Dusche laut DIN aussehen?
Eine barrierefreie Dusche muss bodengleich sein,
idealerweise ohne Schwelle oder maximal mit 2 cm Höhe. Die Fläche sollte
mindestens 120 × 120 cm betragen, bei Rollstuhlnutzung entsprechend größer.
Zusätzlich sind rutschhemmende Oberflächen und die Vorbereitung für Sitz- und
Haltegriffe entscheidend für Sicherheit und Komfort.
7. Welche Höhe sollten Armaturen in der Dusche haben?
7. Welche Höhe sollten Armaturen in der Dusche haben?
Armaturen sollten so angebracht werden, dass sie sowohl im
Stehen als auch im Sitzen erreichbar sind. Eine typische Höhe liegt bei etwa 85
cm. Wichtig ist außerdem, dass leicht bedienbare Einhebelmischer eingesetzt
werden und ein Verbrühschutz integriert ist, um die Sicherheit im Alltag zu
gewährleisten.
8. Welche Anforderungen gelten für die Badewanne im barrierefreien Bad?
8. Welche Anforderungen gelten für die Badewanne im barrierefreien Bad?
Die DIN schreibt nicht zwingend eine Badewanne vor,
berücksichtigt aber deren Nutzung. Wichtig ist, dass ausreichend Platz für
Hilfsmittel wie Lifter vorhanden ist und ein sicherer Zugang gewährleistet
werden kann. Alternativ sollte eine spätere Umrüstung, zum Beispiel zu einer
Dusche, problemlos möglich sein.
9. Welche Rolle spielen Kontraste im barrierefreien Bad?
9. Welche Rolle spielen Kontraste im barrierefreien Bad?
Kontraste sind ein wichtiger Bestandteil der
DIN-Anforderungen, da sie die Orientierung im Raum erleichtern. Sanitärobjekte,
Armaturen und Bedienelemente sollten sich visuell klar vom Hintergrund abheben.
Gerade bei nachlassender Sehkraft tragen gute Kontraste entscheidend zur
Sicherheit und Selbstständigkeit bei.
10. Welche Anforderungen gibt es an die Bedienbarkeit imBad?
10. Welche Anforderungen gibt es an die Bedienbarkeit imBad?
Alle Bedienelemente wie Armaturen, Spülungen oder Schalter
müssen leicht erreichbar und einfach zu bedienen sein. Das bedeutet in der
Praxis: keine komplizierten Drehbewegungen, sondern intuitive Lösungen wie
Einhebelmischer. Ziel ist es, dass dein Kunde alle Funktionen ohne große Kraft
oder Bewegungsaufwand nutzen kann.


